logo

Laufen . 30. Österreichischer Frauenlauf 2017

, Mai 24th, 2017

Es gibt zwei Laufveranstaltungen in Österreich, die sogar fast allen nicht laufenden Menschen ein Begriff sind: Der Vienna City Marathon und der Österreichische Frauenlauf! Bei beiden Veranstaltungen gehen mehr als 30.000 Menschen an den Start in Wien (verteilt auf alle angebotenen Bewerbe). Aber das war es dann auch schon mit den Ähnlichkeiten. Der Frauenlauf ist nämlich all das, was der  Vienna City Marathon nicht ist. Organisiert, sympathisch, und ausgestattet mit dem am besten gefüllten Startsackerl Österreichs.

Aber wie es nun mal so ist, haben besonders große, tolle Läufe immer wieder Defizite, die einem erfahrenen Läufer einfach irgendwann zu viel werden. Nachdem ich vor 12 Jahren das erste Mal beim Frauenlauf im Team meines Gymnasiums und an den Start gegangen bin, hab ich nach vielen Jahren der Teilnahme letztes Jahr mal ausgesetzt, weil es einfach keinen Spaß mehr gemacht hat, und war deshalb 2016 nur anfeuernd beim Frauenlauf. Vor 12 Jahren war der Frauenlauf noch übersichtlicher, es gingen nur um die 10.000 Frauen an den Start, was auch bedeutete, dass langsamere Läuferinnen nicht in Startblock X, Y oder sogar Z, eine gefühlte Ewigkeit nach dem Startschuss über die Startlinie laufen mussten. Beim Start wurde damals noch nicht versucht mit den Ellbogen Frauen von der Strecke zu drängen und auch sonst war es einfach familiärer. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie frustrierend und zäh es sein muss, wenn man in den hinteren Startblöcken starten muss. Hut ab vor allen, die das auf sich nehmen. Ich bin da mit Startblock A immer sehr verwöhnt. Der Startschuss fällt um 9 Uhr und um 09:00:20 ist man schon unterwegs auf der Strecke und dementsprechend schnell im Ziel und kann dann gleich nach dem Laufen mit dem Anfeuern weitermachen. Und Anfeuern finde ich in letzter Zeit ja fast schon besser als das Laufen selbst! :D

Crew VIE RUN

Nach dem letzten Jahr Frauenlauf-Pause ging ich dieses Jahr also wieder an den Start, ohne Training und mit Bauchweh (vom Essen am Vorabend und nicht vor Aufregung) Aber was soll’s. 5KM schaff ich auch untrainiert und mit Magenzwicken, nur ob die 5 auch lustig und schnell werden würden, war ich mir nicht so sicher. Caro und Mine aus meiner RunCrew VIE RUN starteten mit mir aus dem ersten Block und gemeinsam warteten wir auf den Startschuss. Und währenddessen hatten wir unseren Engel gefunden! Ein Dame mit der Aufschrift “Pacerin für Meli” auf dem Rücken ihres lila Shirts. Läuft sie vielleicht 24:59? Das war nämlich unser Ziel. Schnell gefragt und siehe da: JA! Nach kurzer Freude und dem Hinweis an die Dame, dass wir sie auf der Strecke begleiten werden, ob sie will oder nicht, ging’s dann auch schon los! Startschuss!

Der 1.KM unter 5 Minuten, die Beine fühlen sich gut an, der Bauch nicht ganz so, aber besser als erwartet. Mine ist weit vorne, Caro neben mir, die Pacerin für Meli knapp vor mir. Es läuft. Kilometer 2 fühlte sich dafür ewig lang an, aber ich musste zumindest nicht ständig meine Uhr checken, weil die Dame im lila Shirt schön konstant vor mir herlief. Ich musste an nichts denken und war total leer im Kopf. Auch der Magen war vergessen. Caro zog davon, aber war immer noch in Sichtweite und ich versuchte nicht zu schnell zu laufen und die konstante Pace durchzuhalten. Dann kamen wir endlich zu KM 4.2, wo unsere Crew anfeuerte! Laute Rufe, Konfettikanone, Musik, abklatschen, weiterlaufen, yeah!

Schnell noch die blöde Kurve Richtung Stadion bei KM 4.5 nehmen und schon ist man auf der Zielgeraden. Ein bisserl Kraft hatte ich noch in den Beinen, also schnell noch den Abstand zu Caro verringern, sie anlächeln und gemeinsam durchs Ziel laufen! Und dann bemerken, dass man unter 25 Minuten gelaufen ist. 24:49! (Ich sollte echt wieder auf die 5KM trainieren, da ist sicher wieder mehr drinnen.)

Nach dem Ziel bekommt man dann die verdiente Finishermedaille, eine Rose und natürlich Wasser.

Nach kurzem Verschnaufen und Bedanken bei Melis Pacerin, die kurz nach uns in Ziel gekommen ist, ging’s für uns zurück zu KM 4.2, um bis zum Ende auch die restlichen 5er- & 10er-Läuferinnen und Nordic Walkerinnen anzufeuern und es war großartig! Die Freude über Konfetti und Anfeuerung ist ja bei Läufen immer groß, aber beim Frauenlauf ist die Freude darüber am größten und es macht besonders viel Spaß!

Die Pause letzte Jahr war super und jetzt bin ich wieder ready für den Frauenlauf-Wahnsinn! :D Wir kommen natürlich wieder und laufen und feuern auch nächstes Jahr wieder mit an! Er ist halt schon einfach ziemlich cool, der Frauenlauf! Ist einfach so…

Seid ihr auch mitgelaufen? Wie ist es euch ergangen?

 

Fotos: Johanna H. & Karl M.
Verpasse nicht:
FacebooktwittermailFacebooktwittermail
FacebookrssmailFacebookrssmail


2 Antworten zu “Laufen . 30. Österreichischer Frauenlauf 2017”

  1. Lydia sagt:

    Es war mein erster Frauenlauf und ich war positiv überrascht von der Organisation (mein Start beim VCM mit einer halben Stunde Startverzögerung im nicht so tollen Wetter war mir noch in Erinnerung). Pünktlich um 10:34 (10 km) durften wir starten und ich war perfekt platziert und es gab kein Gedrängel. Ich konnte eine neue Bestzeit laufen und auch 2 Freundinnen die 5 km gelaufen sind, fanden es toll und wir werden es nächstes Jahr wieder angehen.

  2. Michaela sagt:

    Hallo,
    bin heuer zum 8. Mal in Folge mitgelaufen und hab euch brav anfeuern und Konfetti schmeißen gesehen :)
    Mir ist es recht gut gegangen, 32.45 ohne Training ist für mich absolut OK – ich war mit 3 anderen Mädls dort, für die es der 1. Frauenlauf und zum Teil überhaupt der allererste Lauf war, es hat allen super gefallen, das hat mich gefreut! Das Wetter fand ich auch TOP – beim Frauenlauf ist es ja überlichweise sonst immer viel zu heiß :)

    LG Michaela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.