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Laufen . We Own The Night – 10k – wir socken in Berlin durch die Nacht

, Mai 28th, 2013
Barbara = normal & schwarz
Lena = kursiv & grau

Vergangenen Freitag, den 24.05., ging es für einen Teil der Wiener Töchter („Club der Töchter“) mit zwei Bussen  von Nike, von Wien nach Berlin, um dort am 10 Kilometer langen „We Own The Night“ Lauf von Nike teilzunehmen.

Um 6 Uhr in der Früh startete die vielversprechende Busfahrt mit mehr oder weniger frischen Läuferinnen. Wenn wir nicht gerade unsere Augen ausruhten, unterhielt uns unser Busfahrer Walter und „beatboxte“ uns aus dem Schlaf, wenn die nächste Rast anstand. Die Busfahrten und unser Fahrer waren das Highlight des ganzen Trips ^^

vlnr: unsere Busse  I  Walter, der Fahrer  I  Yesss!  I  So ist auch eine 10stündige Fahrt gemütlich

Nachdem wir sicher ans Ziel gebracht wurden, hatten wir mehr als vier Stunden Zeit das Gelände zu erkunden. Und vier Stunden sind lang, wenn es arschkalt ist und man sowieso übermüdet ist, Nikezeug hatten sie auch nicht im Angebot, wo doch Lena extra die Kreditkarte eingepackt hatte! ;)
Die erste Stunde nutzten wir mit dem Abholen unseres Racepacks (nettes Stoffsackerl mit Starterarmband und Shirt). 

vlnr.: Barbara fragt, ob das Shirt sitzt  I  Lena weiß auch nicht so recht, S zu eng?  I  Ja, M sitzt gleich angenehmer ^^  I  oben das Starterarmband, unten das Finisherarmband

Für Unterhaltung wurde damit gesorgt, dass man sich fotografieren lassen konnte (da sind schon echt tolle Fotos dabei), die einzige Bedingung war allerdings, dass man sich schminken lassen musste und das nicht immer vorteilhaft und meist sehr bunt. Wir sind aber schon speziell auf das Gruppenfoto aller Töchter der Schweiz, Deutschlands und Österreichs gespannt. (In Sachen Fotos und Videos kann so schnell niemand mit Nike mithalten.)

Wie auch immer, wir verzichteten auf die Einzelfotos und machten uns dann irgendwann langsam bereit für den Lauf. Der erforderte Vorbereitung insoweit, als das wir nicht wussten was wir tragen sollten „Ok, es ist ur kalt, aber ist es so kalt, dass alles lang sein muss?“ und außerdem mussten unsere Leuchtutensilien angelegt werden (Knicklichter als Armschmuck, leuchtende Oberarmbinde und batteriebetriebene Schnürsenkel sag ich nur).

Der Wiener Club fiel schon alleine aufgrund der Knicklichter auf, die jede unserer Läuferinnen ums Handgelenk getragen hat.


Während die Moderatorin übers Mikrophon die Teilnehmer stresste zum Start zu kommen, um dort eine scheinbare Ewigkeit aufzuwärmen (jetzt ernsthaft, hätten wir da mitgemacht, wir wären schon vorher kaputt gewesen) bahnte sich Jennifer Rostock ihren Weg rauf auf die Bühne um uns mitzuteilen, dass der lange Flug aus den USA schon anstregend war. Die Arme. (Ich mag die Gute ja eigentlich ganz gern, aber nach 10 Stunden Busfahrt und Kälte, hat man da kein Mitleid mehr ^^)

Und dann ging’s auch schon los. Auf dem ersten Kilometer spielte am Rand eine Cellistin, und etwa 40 Mädels zweigten vor uns falsch ab, und natürlich alle hinter ihnen her, … vor uns reversierten diese also, und nahmen die richtige Abzweigung, trotz dieser Panne, die uns zum Stocken brachte, verging der erste Kilometer gefühlt ziemlich schnell. (Also laut meiner Uhr war das angeblich der langsamste Kilometer überhaupt.)
Kilometer 2-5 führten durch ein Waldstück, bergauf und bergab, bei einer Engstelle musste wieder gestoppt werden und dann kamen Kilometer 5-7, das Highlight der ganzen Strecke. Diese zwei Kilometer führten durch eine Militärbasis, Militärtrommler spielten für uns, Scheinwerfer, Nebel, Videoinstallationen und Musik wurden geboten und lieferten ein unvergessliches Feeling. 
Raus aus der Basis, verlief die Strecke durch eine Gartenanlage, wieder durch den inzwischen stockdunklen Wald (und wir mit viel Leuchtzeugs. O-Ton eines Mädchens am Straßenrand: Mama, schau wie die leuchten! ) und zurück zu Kilometer eins, wieder vorbei an der Cellistin, ins Ziel.
Nach 10 Stunden Busfahrt tat mein entzündetes Hüftgelenk schon nach wenigen hundert Metern weh, aber aufgeben kam für mich sowieso nicht in Frage, also liefen wir in einem möglichst gemütlichen Tempo.

Musik und Finisher-Armbändchen erwarteten uns im Ziel, … schnell noch Wasser holen und die anderen Mädels unserer Laufgruppe suchen, … währenddessen erfuhren wir, dass der groß angekündete, Hauptact Cro wohl schon gespielt hatte. Drei, oder vier Songs? Keiner konnte es so genau sagen, weil ihn kaum jemand mitbekommen hatte. Er stand anscheinend weniger als eine Stunde nach Startschuss auf dem Zielbogen und zog seinen Auftritt durch. Aber mal ganz ehrlich: Welche Durchschnittsläuferin läuft die 10km unter einer Stunde?


Auf dem Weg zur Garderobe hab ich dann überlegt, ob ich nicht doch lieber zur Erste-Hilfe Station gehen sollte, um mir was gegen die Schmerzen zu holen, da mein Parkemed leider schon während der Hinfahrt zum Einsatz gekommen ist, … aber dank meiner Freundin M. hatte ich dann doch noch meinen eigenen Schmerzmitteldealer. (Ich weiß, dass du mitliest, also nochmals DANKE ^^ ). Ohne, wäre die Rückfahrt wohl sehr unlustig geworden.



Da unsere Busfahrer ihre Pause einhalten mussten, hatten wir nach dem Lauf noch knapp  3 1/2 Stunden Aufenthalt auf dem Gelände, die wir gut eingepackt (zum Glück hatten viele Hauben, Handschuhe und Schals mit und einige konnten auch noch Decken ergattern), mit Futter und Tee verbrachten, bis wir dann um 01:00 Uhr morgens in den warmen Bus steigen konnten.
Viele der Mädels sind sofort eingeschlafen, Barbara und ich waren noch zu aufgedreht, aber irgendwann hat uns die Müdigkeit dann doch eingeholt. Wirklich schlafen konnte aber zumindest ich nicht (die restlichen Mädels haben fast bis zum Ende durchgeschlafen) trotzdem verlief die Fahrt aber relativ schnell, und schon gegen halb zehn Uhr morgens waren wir wieder in Wien.

Für viele der Mädels ging es dann anschließend sofort zum Prater, um dort das Startsackerl für den Frauenlauf am nächsten Morgen abzuholen, und danach sind wohl alle erschöpft ins Bett gefallen.

Bericht über den Frauenlauf folgt natürlich! =)

Danke M. für die Fotos aus dieser Collage!

und zum Abschluss noch zwei selbstgefilmte, äußerst professionelle kurze Videos:

Teil der Strecke durch die Militärbasis
Zieleinlauf


Fazit: Verglichen mit den „We Own The Night“ Runs anderer Städte, war der Berliner wohl der unspektakulärste und dazu die Kälte, aber allein die Busfahrten, der Lauf durch die Militärbasis und das Feeling innerhalb der Töchtergruppe waren die Reise allemal wert. Wenn’s ums Laufen geht, ist uns sowieso nichts zu verrückt ^^
(Äußerst positiv möchte ich auch die WC-Situtation anmerken, … so viele saubere Dixi -Klos, daran können sich viele Läufe ein Beispiel nehmen.)
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2 Antworten zu “Laufen . We Own The Night – 10k – wir socken in Berlin durch die Nacht”

  1. wow ein toller bericht, ich freu mich für dich, das alles so super gelaufen ist und sogar die klos sauber waren :P
    gglg

    • Lena sagt:

      Du glaubst ja gar nicht, wie oft bei Laufbewerben vieeeel zu wenig WCs vorhanden sind. ^^ Speziell vorm Start kann das echt schnell zu Stress führen.

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