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Reisen . Hej, Stockholm

, August 26th, 2014

Vorletzte Woche ging’s nach Stockholm – zum Sightseeing und zum Laufen des Midnattsloppet, einem 10KM Nachtlauf durch Södermalm, einer Insel Stockholms.

Stockholm stand schon ewig auf meiner Reisewunschliste. Ich steh‘ einfach auf den Norden, auf das Klima, das Wasser und die Leute.

In Arlanda angekommen hieß es erst einmal in die Stadt kommen. Am günstigsten geht das mit den Öffis SL . Direkt am Flughafen kann man bei der Touristeninformation eine Access Card (eine aufladbare Fahrkarte, wie die Oystercard) für 20 SEK kaufen, die man dann dort auch am besten für 1, 3 oder 7 Tage auflädt. Da man so durch alle Zonen fahren kann, lässt sich damit der Bus 583 (Abfahrt Terminal 5) nach Märsta nehmen, von wo aus man dann mit der Pendeltåg (Schnellbahn) nach T Central, dem Hauptbahnhof, fährt. So vermeidet man die zusätzlich kostenpflichtige Route von Terminal 2 in die Stadt. Wir mussten dann noch weiter mit der Schnellbahn zu unserem Hotel, das, oh welch Zufall (ich schwöre, ich wusste das beim Buchen wirklich noch nicht) nur wenige Stationen vom Nike-Outlet (leider enttäuschend schlecht bestückt) entfernt gelegen ist.

Übrigens ein wirklich guter Tipp: Durch Zufall haben wir bemerkt, dass man im Ahlen City Center (Station T Centralen) sein Gepäck für nur 20 SEK bis 18:00 deponieren kann und haben das am letzten Tag dann auch vorm Abflug so gemacht. Am Bahnhof kostet das nämlich im Vergleich 70 SEK für einen Tag und ein großer Koffer hat in den Bahnhofs-Schließfächern (wenn man noch ein leere ergattert) keinen Platz.

In Stockholm angekommen ging’s dann auch schon in die Stadt. Zwischen Schloss und Riksdagshuset (Reichstag) hat man eine feine Aussicht aufs andere Ufer und die Parkinsel Djurgården (rechts im Foto).

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In der Stadt fand gerade ein mehrtägiges Kulturfestival mit verschiedenen Bereichen und Bühnen statt, deshalb war ziemlich viel los und es gab jeden Abend Unterhaltung, wenn man diese wollte.

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Bekannte (zumindest in Schweden) Gruppen traten auf der Hauptbühne auf und leider animierte das Feiern auch die jungen Schweden zum Trinken. Was mir, da ich ja leider nicht meine Klappe halten kann wenn sich Leute aufführen, besonders in der Bahn, fast eine Schlägerei eingebracht hätte… wobei ich aber die treibende Kraft dahinter gewesen bin und zurückgehalten werden musste. Die Stockholmer Jugend ist mir allgemein extrem negativ aufgefallen, egal zu welcher Uhrzeit. Und was hat es eigentlich mit dem Trend: „Sportkleidung tragen, auch wenn man nicht mal annähernd Sport betreibt“ auf sich? Wirklich jede 3. Schwedin trug Sporttights, Sportshirt, Sportschuhe und das dann gerne gepaart mit Designer-Handtaschen und Freunden in normaler Straßenkleidung im Schlepptau.

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Das Ende der Einkaufsstraße Drottninggattan, wo ich Weekday, Monki und Din Sko nicht widerstehen konnte. Ein paar Teile durften mit nach Hause.

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Eine alte Metrogarnitur, oder Tunnelbana wie die U-Bahn auf schwedisch heißt.

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Wir machten auch einen Abstecher in die Markthalle, die leider ziemlich klein und unspektakulär ist. Nicht zu vergleichen mit z.B. der in Budapest.

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Sind die Kanaldeckel nicht toll?

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In der Altstadt, Gamla Stan, die auf der Insel Stadtsholmen liegt, stehen die bekannten bunten Häuser am Stortorget, dem Platz an dem auch das Nobelmuseum liegt.

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Viele kleine, schöne Straßen ziehen sich durch die Altstadt und verbreiten eine tolle Atmosphäre.

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Und am schönsten, für mich, der Hafen. Ich liebe Häfen und die Nähe zum Wasser.

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Mit der SL-Karte (Öffis) kann man die Sightseeing-Bootstouren übrigens getrost links liegen lassen und sich das Geld sparen, denn die SL-Fähre „Gurli“, mit der man auch ziemlich weit raus fahren kann, gehört ganz normal zum öffentlichen Verkehr.

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Auf der Parkinsel Djurgården befinden sich unter anderem das Nordisk Museum, das Abba-Museum, ein kleiner Vergnügungspark und das Vasa-Museum.

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Die Vasa ist das einzig erhaltene Kampfschiff aus dem 17. Jahrhundert. Ein Koloss sag ich euch, absoluter Wahnsinn, wenn man davor steht. Lustigerweise war die Vasa aber nur kurz im Einsatz, genauer gesagt nicht mal eine Seemeile, danach ist sie auch schon bei ihrer ersten Ausfahrt abgesoffen.

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Will man über Stockholm blicken, gibt’s den Skyview. Dabei fährt man in einer verglasten Kapsel auf das Dach der Globen-Arena und genießt den Ausblick über die Stadt. Ich kann euch aber nur davon abraten. Ein Besuch auf dem Fernsehturm hätte es wohl auch getan und ich vermute, dort ist auch die Aussicht schöner (und um einiges günstiger!)

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Nach unzähligen Kilometern zu Fuß liefen mein Freund und ich ja dann den Midnattsloppet, über den ich euch in einem eigenen Beitrag berichten werde. Kurios und toll zugleich, so viel kann ich euch schon mal verraten!

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Alles in allem ist Stockholm wirklich schön und belebt, aber es hat mich nicht ganz sooo umgehauen, wie ich es erwartet hatte. Gegen Kopenhagen stinkt Stockholm meiner Meinung nach ab, aber das liegt wohl auch daran, dass Kopenhagen sich schon irgendwie heimischer anfühlt. Die Schweden sind aber allesamt wahnsinnig nett (bis auf eben einige Jugendliche) und ich versteh‘ jetzt auch, warum sich Norweger und Schweden nicht ausstehen können… eindeutig deshalb, weil Norweger viel grantiger und unfreundlicher sind (und ich darf das sagen, ich spreche aus Erfahrung)! ;)

Stockholm, ich komme wieder, keine Frage! Und dann kettet ihr am besten alle Dalapferde gut an, denn ich kann für nichts garantieren.

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Ein kleinwüchsiges Pferdchen wurde nämlich schon von uns gekidnappt und mit nach Wien genommen. Es scheint ihm aber in Österreich zu gefallen, denn bis jetzt fühlt es sich ganz wohl hier! ;)

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