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Laufen . Mailänder Stadtlauf Stramilano

, Dezember 12th, 2015

Endlich komm ich dazu, euch von meiner Reise nach Mailand und Genua Ende März zu erzählen. Leider viel zu spät, aber ich bin froh, dass ich es jetzt überhaupt noch geschafft habe, das Video zu schneiden und hochzuladen. Ich halte es kurz, da eine Nacherzählung meiner Reise ausarten würde. Es ist nämlich so gut wie alles schief gelaufen (danke, italienische Bahn).

Worüber ich euch aber kurz erzählen möchte, ist der Stramilano Lauf in Mailand.  Der Start fand am Domplatz vor dem Mailänder Dom statt. Mein Freund und ich machten uns also am Sonntag in der Früh auf den Weg zum Startbereich. Die Metro platzte vor lauter Läufern aus allen Nähten und ich mittendrin in kurzer Hose und Tanktop. Alle anderen waren hingegen ganz warm angezogen und hatten ihre Startsackerl am Rücken. Die kann man lustigerweise nämlich beim 10km-Lauf nirgendwo abgeben. Aber das sollte nicht der einzige Grund sein, wie ich dann später feststellen musste.

Wir sind also zielstrebig in den Startbereich gewandert, wo um 9 Uhr der Startschuss fallen sollte. Tja, sollte. 09:05… noch immer nichts, … 09:10… noch immer nichts… Stehen wir zu weit hinten bei den 5km Leuten? Die sollten nämlch um 09:30 starten…. 09:20 noch immer nichts… aber dann: weiße Luftballos wurden freigelassen und flogen in den Himmerl, wunder- wunderschschön sag ich euch. Im Video seht ihr, wie toll das ausgesehen hat. Und plötzlich fiel ein Schuss und langsam, sehr langsam, setzte sich die Masse in Bewegung. Vor uns etliche Läufer, immer noch mit ihren Startsackerln am Rücken und 80% davon gehend.

Ja, GEHEND! Ich dachte, ich seh‘ nicht richtig. Wir sind die 10km Slalom um gehende Läufer gelaufen und bei der Labstelle ist mir dann die Kinnlade bis zu den Knien gefallen. Die geben dort doch tatsächlich Chips, belegte Semmerl, Süßigkeiten u.v.m aus und auch noch so viel man möchte.

Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen. Die Mailänder stehen dann dort an der Labstellen und packen sich ihre Startsackerl und Rucksäcke mit Essen voll. Ich bin auch jetzt noch total geplättet. Im Video seht ihr auch ein paar Eindrücke davon.

Aber, man glaubt es kaum, es sollte noch besser kommen: Der letzte Kilometer war gekommen und jetzt mussten auch wir gehen. Nicht freiwillig, sondern weil es auf der Strecke staute. Ich bin noch nie auf einer Laufstrecke im Stau gestanden. Und schon gar nicht auf dem letzten Kilometer! Kurz und knapp: Wir haben für den letzten Kilometer ewig gebraucht, mussten im Ziel Leuten, die vorm Ziel stehengeblieben sind und Fotos geschossen haben, ausweichen und bekamen die Medaille in einem Plastiksackerl in die Hand gedrückt (auch das alles, ist im Video zu sehen.)

Ach ja, und im Zielbereich wurde Joghurt ausgeteilt. Das haben sich die Mailänder natürlich nicht entgehen lassen und so schnappten sich viele der Läufer einfach 10er Packungen Joghurt, schnallten ihren voll bepackten Rucksack fest und machten sich auf den Weg nach Hause.

Danke Mailand, für den absurdesten Lauf meines Lebens! :D

Und hier das Video (am besten in groß und HD ansehen). Viel Spaß!

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