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Laufen . Halbmarathon bei Laufen hilft 2016

, März 20th, 2016

Ende Februar fand im Wiener Prater zum 9. Mal „Österreichs Laufopening“ Laufen hilft statt. Insgesamt 3.082 Teilnehmer verteilten sich auf den Kinderlauf, die 5km, 10km und den Halbmarathon auf und sammelten mit ihren Startgeldern € 10.000,– für die St. Anna Kinderkrebsforschung und das Projekt „Erst Wohnen“ vom neunerhaus.

Ich habe zum 2. Mal daran teilgenommen. Während ich 2013 „nur“ für 5km an den Start ging, sollte es dieses Mal, zusammen mit Lena, ein Halbmarathon sein. Da sie aber die Woche davor krank war, war sie zum ersten Mal, naja sagen wir mal halbwegs vernünftig (mehr dazu weiter unten), und ließ den Halbmarathon Halbmarathon sein.

Schon Wochen vorher war ich irgendwie nervös wegen des Laufs. Die Distanz war eigentlich nicht mein Problem. Eher die Zielzeit. Ich durchlebe nämlich die letzten Monate den seltsamen Fall der Barbara Button und werde immer langsamer, obwohl ich regelmäßig laufen gehe. Inzwischen bin ich deshalb ein klein wenig verzweifelt, beschämt und die Tatsache, dass dieser Halbmarathon von der Teilnehmeranzahl nicht mit dem VCM vergleichbar ist, legte die Vermutung nahe, dass ich einsam enden werde. Und ich sollte fast Recht haben!

Während ich dieses Mal rechtzeitig da war und alles inzwischen noch professioneller wirkte als bei meiner letzten Teilnahme, ging es zusammen mit Manu zum Start. Manu sollte die 5 km laufen und hatte sich zum Glück dazu bereit erklärt, mich danach ab Kilometer 10 zu begleiten und für meine Unterhaltung zu sorgen. Oder mich notfalls ins Ziel zu prügeln oder mit mir zu den Sanitätern zu humpeln. Zur Erklärung: Die Wochen davor kämpfte ich immer wieder mit Knieschmerzen während und nach meines Longjogs. Noch so ein Grund, der mich nicht ganz so positiv auf diesen Lauf stimmte.

Startschuß in die Laufsaison

Aber der Startschuss fiel und die vielen Teilnehmer setzten sich auf der Hauptallee Richtung Lusthaus in Bewegung. Die ersten Kilometer lief alles locker und gut und ich war gut in der Masse integriert. Die Hauptallee zog sich wie erwartet (aber immerhin ging es nicht ganz bis zum Lusthaus) und dann ging es auch schon Richtung WU. Hier kamen mir die schnelleren Läufer bereits entgegen und auch ein Pacemaker für die 10 km Läufer. Ich war erstaunt und gleichzeitig erfreut darüber, dass ich gar nicht mal so schlecht dabei war. Erfreut kann man eigentlich gleich wieder streichen, denn eigentlich war ich nur erstaunt, über die Schleife die man laufen musste und die mir zu verstehen gab „Nein, du bist eh langsamer, die Pacemaker haben das schon alles hinter sich“. Langsamer als der Pacemaker war ich also, aber immer noch schneller als ursprünglich angenommen. Na bitte!

Startschuss

Endlich geht es durch den Wurstelprater, vorbei an Spaziergänger und Touristen auf der hier nicht wirklich abgesperrten Strecke. Die Hälfte ist bald geschafft. Mein Knie bemerke ich zwar, aber es war nicht so schlimm wie sonst. Auf der Hauptallee stößt auch schon Manu zu mir um mich zu begleiten. Das Unterhaltungsprogramm sollte auch prompt beginnen! „Schau mal!“, sagte sie euphorisch und deutete auf ihr Knie und Schienbein. „Was hast du bitte aufgeführt?“, war meine Antwort auf das blutverkrustete Bein mit dem sie neben mir herlief. „Ja, das Gedränge war so groß und die Leute haben mich ziemlich am Anfang umgeschmissen – aber ich habe mich mit meiner verletzten Schulter aufgefangen.“ Na bravo!

Die 10 Kilometer Läufer waren jetzt im Ziel angelangt und die Strecke war plötzlich ziemlich leer. Zum Glück wartete Lena schon bei Kilometer 11 auf uns, um uns den Rest des Laufes zu begleiten. Und wie kann man sich die 2. spannende Runde auf der Hauptallee interessanter gestalten? Lena zum Beispiel, indem sie versuchte den Cheerleaderinnen beinahe Konkurrenz zu machen. Aber auch ein bisschen Videotelefonie mit der verletzten Caro sollte für Abwechslung sorgen. „Gibs zu, du sitzt grad daheim im Bett und isst was!“.  Die Gummibärchen konnte sie nicht mehr rechtzeitig verstecken.

Ziele haben

Als wir das Telefonat beendet hatten, fiel uns weiter vorne eine Frau auf, die immer wieder Gehpausen einlegte und dann wieder loslief. Diese Frau fiel uns auch negativ auf (ja eh, im Grunde bescheißt sie nur sich selbst), als sie am Weg zur WU eine Abkürzung über die Wiese nahm (was sie nicht nur einmal machte). Man soll ja immer Ziele im Leben haben. Ich hatte jetzt eines. Ich wollte nicht nach ihr ins Ziel kommen. Aber ein paar Kilometer warteten ja noch auf mich und so ging es zur Schleife bei der WU und Lena war mindestens genauso entzückt von dieser unerwarteten Schleife wie ich in der Runde zuvor!

Aber kommen wir einfach doch wieder zurück zu dieser Frau. Sie legte noch immer ständig Gehpausen ein, dehnte und lief genau dann wieder schneller los, wenn wir ganz knapp hinter ihr waren. Vermutlich war ihr Ziel, sich von uns nicht überholen zu lassen. Das sollte ihr aber nicht gelingen, denn als sie bei der letzten Verpflegungsstation stehen blieb, liefen wir weiter (ok gut, Manu trug mir inzwischen stark jammerndes Wesen Wasser hinterher :D) und sie kam nicht mehr an uns heran. Wir schlängelten uns durch den Wurstelprater, der inzwischen deutlich gefüllter war und alle möglichen Essensgerüche ausströmte (ganz schlimm). Es ging wieder auf die Hauptallee um den letzten mühsamen Kilometer zu bestreiten.

Kurz vorm Ziel wartete auch wieder Marie. Wenn ich etwas gewonnen habe, dann eindeutig den Preis für den lautesten Fan! Mit ihren guten Zurufen ging es in die Zielgerade und dann war es endlich geschafft.

Laufen hilft Holzmedaille

Das Phantom Laufen hilft war bezwungen. Es war zwar meine schlechteste Halbmarathonzeit bisher, aber trotzdem eine bessere Zeit als persönlich befürchtet. Der Zielschluss war noch weit genug entfernt, ich war nicht die letzte im Ziel … also die Moral von der Geschicht‘? So schlimm war die Sache im Nachhinein ja nicht.

Eines steht auf alle Fälle fest, noch einmal werde ich einen Halbmarathon mit so wenig Teilnehmern nicht laufen. Es sei denn, mein seltsamer Fall ändert sich und somit auch meine Geschwindigkeit oder ich habe wieder so eine tolle Crew um mich herum in welcher Form auch immer. Denn ohne die Mädels, wäre die 2. Hälfte verdammt einsam geworden.

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2 Antworten zu “Laufen . Halbmarathon bei Laufen hilft 2016”

  1. Caro sagt:

    hahahahah wie cool! you rock barb!

    und die crew kriegst du immer wieder, trau ich mich wetten. also sag niemals nie!

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