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Laufen . 42,195 Weisheiten, die ich beim Marathon gelernt habe

, Juni 28th, 2016

Ich muss leider sagen: Nach dem Marathon habe ich das Laufen verlernt. Die Distanzen sind sehr kurz geworden, wenn ich denn überhaupt mal laufen gehe. Jetzt, über 2 Monate später, ist es mir unerklärlich, wie ich diese Distanz überhaupt schaffen konnte.

Trotzdem erinnere ich mich gerne an „bessere Zeiten“ zurück. Deshalb hier meine 42,195 Weisheiten, die ich beim Marathon gelernt habe:

1. Wenn Barney Stinson meint „Für einen Marathon trainiert man nicht, man läuft ihn einfach“, dann hat er nur bedingt recht.

2. Man sollte sich rechtzeitig um seinen Trainingsplan kümmern, sonst verpasst man die ersten 1-2 Wochen.

3. Die Prater Hauptallee ist in Wahrheit sicher viel länger als ca. 4,4 km!

4. Die Wienzeile verliert ihren Schrecken, wenn man den vollen Marathon läuft, wirklich.

5. Fühl dich wohl in dem was du trägst, wie es für andere (oder auf Fotos) aussieht ist vollkommen egal.

6. Ein echtes, richtiges, originales und zuckerhaltiges Coca Cola bei Kilometer 34 ist unbeschreiblich gut!

7. Luftig anziehen ist die richtige Wahl, auch wenn man länger unterwegs ist.

8. So schirch waren meine Füße noch nie – und sie sind sonst schon keine Schönheit.

9. Sofort nach dem Marathon einen Pediküretermin auszumachen wäre vermutlich gegen die Menschenrechte.

10. Wenn man 5 Minuten vor Start schon wieder aufs Klo muss, dann ist das nur die Psyche.

11. Wenn man 10 Minuten nach dem Start noch immer aufs Klo muss, dann war es nicht die Psyche.

12. Man trägt kein T-Shirt mit dem Aufdruck „Atemlos“ – das ist ein böser Ohrwurm.

13. Die richtige Nahrungszufuhr sollte rechtzeitig geprobt werden und nicht immer auf die nächste Woche verschoben werden.

14. Man nimmt nicht alles mögliche zu sich, nur weil man die Nahrungszufuhr vorher nicht geprobt hat.

15. Es kann aber trotzdem alles gut gehen.

16. Wenn Freunde an der Strecke stehen: Lächeln und Daumen hoch.

17. Wenn Fremde einen blöden Spruch klopfen, Daumen hoch und extra nett sein mit einem extra sarkastischen Unterton.

18. Schau dir nicht die Fotos an, auch wenn alle meinen es ist cool. Es ist nicht cool.

19. Lebe damit, wenn du doch zu neugierig warst. Vielleicht lebt es sich tatsächlich super damit.

20. Der richtige Schuh für lange Distanzen ist Gold wert! 


21. Wenn der Zeitpunkt kommt, an dem du entweder ins Ziel Richtung Halbmarathon abbiegst oder weiterläufst: Habe keine Ausrede parat, wieso du jetzt ins Ziel abbiegen solltest.

22. Höre in diesem Moment ein tolles Lied, dann fällt dir die richtige Entscheidung leichter.

23. Auch wenn du es davor oft nicht getan hast, glaube beim Startschuss an dich.

24. Am besten du glaubst auch schon lang davor an dich.

25. Kurz davor krank werden ist ziemlich blöd für die Psyche.

26. Krank laufen zu gehen bringt nichts. Weder der Psyche (sehr schlechte Leistung) der Gesundheit, noch dem Trainingfortschritt.

27. Kümmere dich zur Abwechslung schon am Tag zuvor um dein Laufoutfit, in der Früh hast du andere Probleme.

28. Sich beim Laufen vorzustellen, wie man durchs Ziel läuft und dabei feuchte Augen bekommen ist nicht gut für Sauerstoffzufuhr und wer will schon atemlos durch … ja, der Ohrwurm schon wieder.

29. Wenn extra für dich der Baywatch Titelsong gespielt wird, dann ist das erheiternd und motivierend zu gleich. Best Marathon Song ever!

30. „Looking for Freedom“ ist auch nicht so schlecht. Don’t hassel the Hoff!

31. Du bist nicht allein.

32. Wenn man ein Power Up Schwammerl am Plakat abklatscht, bekommt man angeblich keine zusätzliche Energie.

33. Wenn immer wieder Freunde auf der Strecke überraschend auftauchen, sogar mit Plakat, dann gibt das tatsächlich Energie – außer es geht grad bergauf.

34. 5 Kilometer können verdammt lang sein.

35. 2 Kilometer können noch viel länger sein.

36. Wenn du glaubst dort vorne ist das Ziel, zweifel nicht daran, du hast die Strecke ausführlich genug studiert.

37. Wenn du das Kilometerschild 42 siehst, get excited! Wuhu!

38. Sprinte im darauffolgenden Moment los!

39. Stelle nebenbei fest, dass du scheinbar nicht alles gegeben hast, wenn du jetzt noch so viel schneller laufen kannst.

40. Laufe durchs Ziel und wundere dich, wieso du gerade doch nicht in Tränen ausbrichst.

41. Lebe damit, dass dir im Ziel nur die Dame mit der Medaille gratuliert und dich die anderen 1 Sekunde nach Ankunft im Ziel bestimmt darauf hinweisen, dass du doch bitte langsam weitergehen sollst.

42. Wenn du es schaffen willst, dann kannst du es schaffen!

0,195. Im Ziel ist das Leid vergessen und du bist voller Freude und nervst alle, die im Ziel auf dich warten, mit Umarmungen und alle, die nicht dort warten mit Herzchen-Messages über WhatsApp. Ihr seid die besten!

 


Beim Marathon bewährt haben sich übrigens meine Polar M400 Pulsuhr, das Miler Tank Top und Kurzarmshirt von Nike, meine Nike Temposhorts und meine Laufschuhe Ghost 7 von Brooks.

 

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2 Antworten zu “Laufen . 42,195 Weisheiten, die ich beim Marathon gelernt habe”

  1. Babsi sagt:

    Ein herrlicher, ehrlicher und sympathischer Beitrag. Du hast mich grad zum Schmunzeln gebracht. Gratuliere dir nochmal zu deiner tollen Leistung! Irgendwann kommt das mit dem Laufen ganz bestimmt auch wieder wie von selbst… :)
    Alles Liebe
    Babsi

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